Nichtlacherschutzmaßnahmen
März 22, 2008 von hormuthsfrederic
Verlautbarung: „So, die Raucher haben wir im Griff, jetzt weiter: Lachen ist gefährlich, das muss der Gesetzgeber langsam auch mal angehen, das Thema. Nachdem Lachen in öffentlichen Gebäuden wie Ämtern, Schulen und Krankenhäusern schon seit Jahren unausgesprochen erfolgreich geächtet war, wird es Zeit, die Nichtlacher auch in der Gastronomie oder im Theater zu schützen. Denn dass Lachen ansteckend ist, weiß man. Aber die gesundheitlichen Folgen des Passivlachens sind doch noch völlig unerforscht! Dabei ist klar, dass der bewusste Nichtlacher neben einem dieser chronischen Spaßkeucher durch Tröpfcheninfektion hochgradig gefährdet ist. Und sich dann auch zwangsläufig vor lauter Frust das eine oder andere Magengeschwür zusammen-psychosomatisiert. Weil es für die Anwohner unzumutbar ist, die Lacher für ihr schändliches Zwerchfellwirbeln auf Straßen oder Balkone zu schicken, hat das Lachen künftig in geschlossenen, abgetrennten und extra dafür eingerichteten Räumen zu erfolgen. In Kleinkunsttheatern ohne die räumlichen Vorraussetzungen dafür kann notfalls zum Lachen in den Keller gegangen werden. Das wäre doch gelacht. Hochachtungsvoll, der Spaßbremser.”




Ich werde diese toternste Kampagne natürlich unterstützen. Kann ja nicht sein, dass ich mich eines Tages noch totlache.
Die, die vor drei Jahren noch gelacht haben, werden jetzt nicht mehr lachen!” Das sagte dereinst unser GröFAZ und diese Ankündigung könnte in ähnlicher Form heute auch noch gemacht werden. So ist es den Rauchern ergangen und so wird es vielleicht auch den Lachern ergehen. In den Konservenabteilungen der Supermärkte werden die Kichererbsen aus den Regalen genommen, in der Wäscherei werden sämtliche Lachfalten aus den Hosen gebügelt. Jeder, der öffentlich lacht und über etwas Freude bekundet wird zum Psychiater geschickt und erhält ein Depressivum mit dem wohlklingenden Namen Pro(lach)zac. Für jeden erzählten Witz wird eine Witzsteuer in Höhe von 25 Prozent des Nettomonatseinkommens des Witzeerzählers an die Staatskasse abgeführt, denn der Staat lacht immer zuletzt, auch wenn er das Lachen offiziell verbietet. Wahrscheinlich ziehen sich die Witzsteuereintreiber heimlich Lachpornos rein(Brigitte Bardot :”Und ewig lacht das Weib”). Doch jetzt habe ich genug erzählt; wir sind ja nicht zum Vetrgnügen hier.