Ist eine Sängerin im Saal?
März 3, 2008 von hormuthsfrederic
Zwei, die gerne überall dabei sind: Die Bildzeitung und Sarah Connor. Letztere will im Kreißsaal dabei sein, wenn ihre 50-jährige Mutter das siebte Kind zur Welt bringt. Beim Sechsten war sie es vor 11 Jahren auch schon. Mit 16 also. Püh. Wie zivilisatorisch degeneriert bin ich eigentlich, dass diese Vorstellung mich zwar nicht erschüttert, aber mir doch leichte Schweißperlen ödipaler Konfusion auf die Stirn treibt?
Ich meine: Ist es nicht unglaublich schön, wenn man anderen beim Ausparken aus einer Lücke behilflich sein kann, in der man selbst schon hing? Stop. Ich sollte das umformulieren. Kann es aber momentan nicht. Vielleicht ist das als Mädchen leichter, vor allem als dokusoap-gestählter Popstar, als singendes Begrüßungskommando am Geburtskanal - „Sarah Connor, it´s an honour!”.
Ui, ich merk schon, ich tipp mich hier um Kopf und Kragen. Aber ich fühle mich latent traumatisiert. Und habe das deutliche Gefühl: it´s not my cup of tea, it´s not my piece of Mutterkuchen. Das ist ja fast eine event-orientierte Version von Rebirthing, der Rückführung an den Moment der eigenen Geburt. Sowas wäre nur noch zu toppen durch Repopping, die Rückführung an den Moment der eigenen Zeugung. Und egal wie es da ist, Freunde, eines ist für mich klar: Sarah Connor war schon da! Die Frau ist so fronterfahren - das ist die deutsche Antwort auf Prinz Harry.




Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Soll die Mutter von Sarah Connor doch solange Kinder kriegen, wie sie sich dazu in der Lage fühlt. Anstatt das sich die Kinder mit 18 ärgern, dass ihre Mutter schon ein biblisches Alter erreicht hat, sollten sie sich freuen, dass sie überhaupt gezeugt wurden! Ewig diese CSU-Nörgler - ist ja kaum auszuhalten …