Eigentlich mag ich die Andrea Nahles ja nicht. Aber gestern in den Tagesthemen war sie angesichts einer Frage so überrascht, dass ihr direkt mal für 2-3 Takte ganz charmant die Phrasen-Maschine ausgefallen ist. Caren Miosga fragt: „Was kommt dabei raus? Rot-Rot im Bund und am Ende ein Kanzlerkandidat namens Wowereit?“ und sie antwortet: „Also ups-di-bups! Da purzeln sie aber jetzt… ich kann nur lachen, weil es ist sehr unrealistisch, was sie da an Szenario aufmalen.“. Also „upsdibups“ ist gut, ich glaube, „upsdibups“ ist der aktuelle innere Zustand der SPD.
Ansonsten hat sie gesagt: „Wir sind uns einig in der SPD: Andrea Ypsilanti ist die Wahlsiegerin und hat den Führungsanspruch… und das schließt auch eine Minderheitenregierung nicht aus.“. Will meinen: Auch wenn Roland Koch mehr Stimmen bekommen hat, will der Wähler, dass WIR regieren und hat uns deshalb ganz gezielt zur Minderheit gemacht. Upsdibups. Das ist die Ypsilantische Relativitätstheorie, da treffen sich der Wählerwille und Landesmutter irgendwo im demoskopisch gekrümmten Raum.
Zum Umgang mit der Linken befragt, offenbart die Nahles dann einen ganz besonders tagesaktuellen Realitätssinn: „Aus meiner Sicht ist es kein Wortbruch, wenn man sich mit den Realitäten auseinander setzt.“. Das heißt: Ein Versprechen gilt immer nur im Rahmen des jeweiligen Realitäts-Fensters. Oder einfach gesagt: „Spring, ich fang dich auf! Wenn nichts dazwischen kommt.“. Upsdibups.




Rhetorisch mal wieder erste Sahne: „wechselnde Realitäten“ find ich spitze, oder „…da treffen sich der Wählerwille und Landesmutter irgendwo im demoskopisch gekrümmten Raum“!!! Davon will ich mehr lesen!