War was?
Februar 22, 2008 von hormuthsfrederic
Na das ist ja albern! Keiner will was gesagt haben bei der SPD. Auch kein Kurt Beck und keine Ypsilanti. Sie wollen weiterhin mit der Linken nicht regieren, sich von ihr nicht tolerieren lassen, sie nicht mal gegen ihren Willen für sich stimmen lassen (hm?) und auch nie im Entferntesten daran gedacht haben. Sie würden sie sogar auf offener Straße nicht grüßen und bewusst den Gehweg wechseln. Sie würden jederzeit schwören, diese Leute nie gekannt zu haben.
Zumindest ist das der eindeutige Stand in der Woche Eins vor der Hamburgwahl. Danach kann es natürlich immer sein, dass in Hessen eine Regierung zustande kommt wie eine ungewollte Schwangerschaft. Dann würde Frau Ypsilanti sagen: „Ich hab auch keine Ahnung, wie es dazu gekommen ist, dass der Herr Gysi behauptet, daran irgendwie beteiligt gewesen zu sein - aber jetzt ist es zu spät, die Sache noch abzubrechen.” Lafontaine würde dann selbstverständlich auf einen Vaterschaftstest bestehen und damit drohen, um das Sorgerecht für Hessen zu kämpfen.
Natürlich gibt es nur eine Priorität: Koch muss weg. Das ist allein schon eine polit-ästhetische Notwendigkeit. Die einzige Art, wie die (nicht nur) hessische SPD jetzt Stärke beweisen könnte, wäre, enthaltsam zu bleiben und es dann auf Neuwahlen ankommen zu lassen. Und dann natürlich darauf zu hoffen, dass Koch wieder in einen Burka-Wahlkampf verfällt… Aber dazu müsste man ihm wahrscheinlich über Nacht eine Moschee, eine Dönerbude und eine Köln-Arena voller Erdogan-Fans in seinen Eschborner Vorgarten stellen.




Durch Neuwahlen ist Koch kaum weg zu bekommen; dazu ist er viel zu clever. Warum sollte Ypsilanti die gebotene Möglichkeit nicht nutzen, zumal sie dafür in der hessischen Bevölkerung offenbar eine Mehrheit hat. Mehr:
http://www.blogsgesang.de/2008/02/22/im-antilinken-parteien-mikado-bewegt-sich-die-spd/
[...] Wer das ganze nochmal satirisch aufbearbeitet haben will - Frederic Hormuth hat sich hier auf gewohnt hohem Niveau der Sache angenommen. War [...]
Neuwahlen solange, bis das Volk ein praktikables Ergebnis abliefert? Das kann ja wohl nicht die Lösung sein. Da kommt mir glatt der alte Brecht in den Sinn: “Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?” Das Volk hat gewählt, und die Politiker haben die Aufgabe, was draus machen. Und da sind alle Fraktionen gefordert, notfalls auch mal über den eigenen Schatten zu springen. Und der ist bekanntlich auch bei Zwergen lang, wenn die Sonne (des Wahlergebnisses) tief steht …
Über den eigenen Schatten zu springen kann dann im Zweifelsfalle auch bedeuten, sich von der Linkspartei wählen zu lassen. Wie soll dann irgendwann überhaupt eine Koalition zustande kommen??
Vielleicht ist man beim nächsten Mal gut beraten, sich nicht sofort (vor der Wahl) festzulegen!? Ich hab keine Lust, das wir das “hessische Rumgeeier” jetzt in jedem Bundesland erleben müssen.