Unter den Steuersündern, deren Namen sich auf der Liechtensteiner Schnäppchen-CD befinden, soll der bayerische Datenschutzbeauftragte sein. Och nö! Klar, dass der Daten schützen will. Damit hätte er dem Datenschutz aber einen Bärendienst erwiesen, fast einen Problembärendienst sogar. Muss sich künftig jeder, der Daten schützen will, die Frage gefallen lassen, wie viele Millionen er denn so zu hinterziehen gedenkt? Ist damit jeder, der gegen den gläsernen Bürger ist, automatisch verdächtig als undurchsichtiges Sparschwein?
Und als wäre das Ganze nicht schon grotesk genug, heißt es jetzt, dass die Frau dieses Beamten eine Top-Agentin des BND sein soll. Das kenn ich, das heißt „Der Feind in meinem Bett“. Also hätte es fast so sein können: Der Datenschützer verschiebt Geld nach Liechtenstein und von da kommt seine Frau mit einer halblegalen Datei wieder, als Überraschungsgeschenk, zeitlich auch noch so um den Valentinstag herum. Wären wir in Hollywood, würde ich sagen: Ich glaub, die Drehbuchautoren streiken immernoch!
So langsam ahne ich, was die Kanzlerin gemeint haben könnte, als sie zur laufenden Affäre sagte: „Das ist jenseits dessen, was ich mir habe vorstellen können, und was viele sich haben vorstellen können.“. Gas Gute daran: Sie wird künftig eine Menge Phantasie entwickeln müssen.




Die Story ist so schlecht, das nicht einmal ein Drehbuchautor des bayrischen Rundfunks darauf kommen kann. Also warten wir auf die Kreativität von Frau Merkel. Sie hatte zwar nur 12 Jahre Zeit um diese zu entwickeln, aber man greift nach jedem Strohalm.
Schönes Wortspiel – Problembärendienst!