Und noch ne gescheiterte Integration: Bei einer Umfrage fühlten sich 57% der Befragten „noch nicht in der Bundesrepublik angekommen“. Es war eine Umfrage unter Bürgern aus Mecklenburg-Vorpommern, 18 Jahre nach dem Mauerfall und im Jahre drei einer Kanzlerin mit dem Heimatwahlkreis Nordvorpommern. 13 Prozent wollen die DDR wiederhaben. Bleiben 44%, die sich nach Weder-noch fühlen, Bewohner eines emotionalen deutschen Niemandslandes. Eine nicht angekommene Parallelgesellschaft mit „ostdeutschem“ Migrationshintergrund.
Woran liegt das? Ist auch hier mangelnde Bildung das größte Integrations-Hemmnis? Hilft es, wenn man denen Ratschläge gibt wie „Lernt doch erstmal Deutsch!“? Liegt es daran, dass die BRD ihnen nie das Gefühl gegeben hat, sie würden dazugehören? Brauchen wir mehr gemeinsame Ost-West-Straßenfeste mit Weißwürsten UND Rotkäppchensekt? Einen innerdeutschen Integrationsbeauftragten, der nicht Lafontaine heißt oder ist? Müssen wir erst lernen, uns selbst zu mögen, bevor andere anfangen können, so sein zu wollen wie wir sind? Wahrscheinlich ja.




Müssen wir jetzt statt zu integrieren neuerdings assimilieren?
Machen das eigentlich nicht nur die bösen Borg?
Fragen über Fragen.
ach ja…die ‘bösen’ Parallelgesellschaften. Auch Homeschooler werden oft mit diesem Begriff in Zusammenhang gebracht (zu Unrecht, wie ich finde).
Was macht eine wirkliche Parallelgesellschaft eigentlich aus? Haben wir innerhalb Deutschlands nicht unzählige davon?
Was ist an diesen so negativ?
Warum feiern wir nicht die Andersartigkeit, die Vielfalt? Das wäre doch schön. Erst durch gegenseitige Akzeptanz und Respekt kommt man sich einander näher (wenn dies denn gewünscht ist.)
Ich seh schon die Gefahr, dass Parallelgesellschaften dem Gemeinwesen abträglich sind. Bürgerliche Courage und Verantwortung werden ja nicht unbedingt dadurch gestärkt, dass man Kindern beibringt, dass dieWelt eigentlich anders tickt, als „die da draussen ihnen alle beibringen wollen“.
Bin deshalb eigentlich nicht für bedingungsloses Homeschooling, finde schon, dass der Staat, den ich mit-finanziere und dessen Vertreter ich mit-wähle, Einfluss daraf haben muss, wie man als Kind in diese Gesellschaft hineinwächst. Platt gesagt: Muslimische Mädchen sollen Schwimmunterricht haben und christliche Evolutionslehre. Sonst möchte ich mir nicht vorstellen, wie die NDP ihren Kindern Geschichte beibringt und Scientology Sozialkunde unterrichtet. Die richtige Balance aus Vielfalt und gemeinsamen Absichten, das isses wohl.
Witzig, wie immer über Parallelgesellschaften geschimpft wird. Dabei ist das das, was die USA groß gemacht hat. Dort kann jeder Einwanderer Deutscher bleiben (oder Chinese oder Mexikaner), wenn er gleichzeitig Amerikaner wird. Mehr Parallel geht nicht. Und es funktioniert wunderbar… Bloß in Deutschland nicht…
Vielleicht sollten wir es mal mit Deutschland 2.0 probieren
das ist vielleicht erfolgreicher als sich ständig zu entscheiden, zwischen integrieren und assimilieren.
Ich hingegen lass mich gern beneiden,
vom Ossi zum Ösi bin ich geworden, wollte dir aber eigentlich nur sagen, das dein link zu käferchen dahin ist. – also verschieden im Sinne von Abwesend.
Viel Spaß beim bloggen, ich verfolge weiter..
Danke für den Hinweis, stimmt, Käferchen hat Kleinbloggersdorf ja leider verlassen.
Vom Ossi zum Ösi ist cool. Was hast du Dir denn schon für Ösi-Eigenschaften an-ösimiliert?
„Hilft es, wenn man denen Ratschläge gibt wie „Lernt doch erstmal Deutsch!”?“
http://de.youtube.com/watch?v=CjYyxDZeZ5M
Ein bisschen alt, aber immer wieder gut