„Verzehrstudie” ist ein hässliches deutsches Wort. Klingt, als wäre bei jedem Bissen der Rechenschieber mit am Werk. Hort Seehofer hat bundesweit mal wieder den Verzehr studieren lassen, Ergebnis: Bildung macht schlank, wer keine hat, ist dick und doof. So einfach ist das. Ich schaue in den Spiegel und denke: „Also irgendwie komm ich mir jetzt schon blöd vor!”.
Das ist nun die neuste Disziplin im Klassenkampf: Reichhungern der besserverdienenden Besseresser. Wirklich geschafft hat es nur, wer Geld hat UND jederzeit nackig im Playboy zu finden sein könnte. Der Rest ist disziplinlos, dumm und wählt wahrscheinlich sogar die Linke.
Statistisch gesehen sind neben dem Essen die drei größten Dickmacher die Ehe, das Landleben und das Alter. Das heißt: Ein Dasein als junger Stadtsingle gilt als die ideale Daseinsform – grün hinter den Ohren, bindungsunfähig und feinstaubbelastet…
Seehofer selbst hat übrigens verkündet, er habe sein Idealgewicht „zumindest immer in Sichtweite”. Klingt, als würde er dazu aus dem Fenster schauen müssen. Und in einem Akademikerviertel wohnen.





Wenn der so weiter macht, hat er bald auch das Ende seiner politischen Karriere in Sichtweite … von dem hörst du Monate lang nichts und dann kommt er wieder mit irgendwelchem Blödsinn daher!
Hallo Frederic! Damit ich zu den Gebildeten gehöre habe ich in den “Spiegel”geguckt; jetzt müsste bei mir nur der Bauchansatz weggehen.”Spiegel”,Spiegel in der Hand wer ist der schönste im ganzen Land?”
Wer zu lange auf der grünen Woche rumhängt und zuviel Fleischwurst von dem konventionellen Bauern(seit wann darf man zum Bauern wieder Bauer sagen, früher ging unter Diplom-Agronom erstmal gar nix) von nebenan isst,darf sich nicht wundern, wenn der Hormonhaushalt auf lange Sicht gestört ist und die reelle Sicht der Dinge getrübt ist.
Jetzt gibt es bei RTL eine neue Serie “Minister sucht Verstand.”
Aber jetzt mal Spass beiseite, was mich doch bei der ersten Verzehrsstudie zum Nachdenken gebracht hat ist, dass 10% der heranwachsenden Mädchen Untergewicht hat!
Sind die jetzt besonders schlau oder wird hier eine vierte Gruppe aufgemacht nach den übergewichtigen Verheirateten, Alten und auf dem Land lebenden.Ich glaube das läuft eher alles unter Essstörung.
Von Adipositas zu Bulimie, schön dass wir das jetzt mit einem Fremdwort belegt haben, denn bei allem was ein Fremdwort bezeichnet ist die Krankheitsindustrie bzw. Pharmaindustrie nicht weit. Pillen zum abnehmen, Pillen zum zunehmen; die Hauptsache Pillen zum Nehmen.
Aber wie wäre es, wenn wir uns einfach die idealgewichtige Bevölkerung von 80,6 Millionen ( wir Deutschen sind angeblich 1,4 Millionen weniger als gedacht) zurechtklonen? Einheits-BMI für alle! Und da schliesst sich der Kreis: “BMI” heisst auch “Bundesministerium des Innern”und fungiert als Auftraggeber des Klonens, denn auch die politische Einstellung wird gleich mitgeklont!
Ja..die Interpretation einer Statistik ist immer ein Lacher wert
. Es kommt immer daraus an, mit welchen Daten die Eergebnisse ins Verhältnis gesetzt werden.
Deutschland hat, was das Körpergewicht seiner Bürger betrifft, noch lange nicht seine “Mitte” gefunden. Auf der einen Seite die übergewichtigen Dicken und auf der anderen Seite die Abgemagerten jungen Hühner.
Der Kampf mit dem eigenen Körpergewicht scheint sich in Deutschland und anderswo zu einem (Inter)nationalen Krampf zu entwickeln.
Auch ich habe dabei mein Fett weg bekommen oder ab bekommen oder doch wegbekommen oder abbekommen ? ? ?
Oh Shit, jetzt ist mir doch glatt der Sinn meiner Aussage abhanden gekommen. Nun gut – laut Statistik halte ich mich im Mittelfeld auf, also zwischen den Dicken und Dünnen und zwischen den Klugen und den Dummen
. Das ist ein schwacher Trost, aber immerhin ein Trost und ich sollte damit zufrieden sein.
Ich fange aus Protest gleich wieder an zu rauchen… mich befremdet dieser Gesundheitswahn immer mehr. Traurig ist doch nicht, dass manche Menschen (vielleicht) ungesund leben, sondern dass sie keinen Grund haben, mehr auf sich und ihr Leben zu achten. Stichwort Glück, Lebensqualität, Freude…
Gesundheit als Selbstzweck, damit ich , bis ich alt wie Heesters bin, auf meine Gesundheit achten kann?
Und dass man mit einem BMI von 20 länger lebt als mit einem von 28, ist – zumindest bei Frauen – sowieso eine Lüge… hier etwas von der Seite des WDR:
“Lage Zeit galten auch BMI´s bis zu 30 als akzeptabel und „normal“. Die WHO legte aber 1997 das Limit für einen „Normal-BMI“ bei 25 fest.
Dabei, so hat das US-Krebsforschungsinstitut NCI herausgefunden, kann sich leichtes Übergewicht sogar positiv auf die Lebenszeit auswirken. Erst bei extrem übergewichtigen Menschen (bei Frauen ab einem BMI 37) wird die Lebenserwartung geringer, so eine Düsseldorfer Studie.
(…)
Fast alle Erhebungen belegen eine Zunahme der Krankheitskosten erst ab einem BMI von 29, und in Nordkalifornien lagen die Gesundheitskosten in der idealgewichtigen Gruppe sogar höher als bei der amtlich übergewichtigen Klientel.”
Zora
Wenn sich schon die Regierung um die Mitte herum breit macht, dann natürlich auch der Bürger an sich.
Man müsste den Seehofer mal fragen, ob er von den Weightwatchers gesponsort wird
Das mit dem BMI kommt mir vor, wie die Sache mit dem Cholesterin, da hat man ja auch lange hysterisch überreagiert, entscheidend ist doch bloß, dass der IQ über dem BMI liegt und nicht umgekehrt
[...] ich bin nicht besonders gescheit und schon gar nicht reich, trotzdem aber schlank… – Der Honigbrot-Blog befasst sich auch mit der [...]
Naja – ich fresse und fresse und werd nicht dick. Da ist schon was dran mit der Bildung.
Wie auch immer, Honigbrot ist gut, wird verklinkt.
Grüße