Dieser Arbeitgeber ist vorrübergehend nicht erreichbar
Januar 17, 2008 von hormuthsfrederic
Ich frage mich ja, warum Nokia seine Handys nicht ausschließlich daheim in Finnland herstellt. Grade in diesen langen finnischen Nächten, und vor allem, wenn es dabei ordentlich was zu trinken gibt, lassen sich doch jede Menge Telefone zusammenschrauben. Und wenn dann ein Aufkleber draufgekommen wäre, „von glücklichen Finnen”, dann hätte ich mich sicher für ein Nokia entschieden, auch wenn es ein paar Euro teurer gewesen wäre.
Aber nein, man hat den Finnen Bochum schönsubventioniert. So betrunken kann keiner sein, dass er sich für 90 Millionen Fördergelder nicht spontan mittelfristig in den Pott verliebt, „Bochum - tief im Weheeesten, isses viel besser als man glaubt!”. Und natürlich hat der EU-Kommissionspräsident Barolo Barrosso Recht, wenn er sagt: „Wenn eine Verlagerung von Finnland nach Deutschland möglich ist, muss auch eine von Deutschland nach Rumänien möglich sein.”. Hey, was soll´s, dafür haben wir Peter Maffay.
Jetzt baut in Deutschland keiner mehr Handys, nachdem Siemens jahrelang Geräte auf den Markt gehauen hat, die den Bedienkomfort eines Atomkraftwerkes mit dem Sexappeal eines Lifta-Treppenlifts verbunden hatten. Die sind jedenfalls nicht gefloppt, weil sie zu teuer waren, sondern weil sie scheiße waren.
Spannend wird die Frage, wohin Nokia nach 10 Jahren Rumänien weiterwandert, vielleicht haben sie sich dann einmal wie der Bibabutzemann im Kreis herumsubventionieren lassen und landen dann wieder in Finnland. Nur: Der Handyhersteller der Herzen werden sie dann nicht mehr sein.




Der Tipfehler weisst in eine Richtung, die beim Nokiamanagement sicher aufkommen wird. Nur werden sie ihre neuen Gewinnmargen sich er nicht mit Barolo sondern eher mit Bollanger begießen. Nokia, disconecting People.
Ich bin für einen Nokia Boykott.
Ich denke nur das dies bei Nokia einkalkuliert ist wenn der Boykott nur einige Monate andauert.
Ein Boykott hat nur Sinn wenn er solange andauert bis es zu neuen Quartalszahlen kommt,
also bis zum Weihnachtsgeschäft. Die Aktionäre müssen es spüren, dann tut sich etwas.
Es funktioniert nur durch Nachhaltigkeit.
Wer erinnert sich noch an Mannesmann und Vodafon? Oder an den Stellenabbau der Deutschen Bank? Oder BenQ mit den Siemens-Handys.
Ohne absoluten nachhaltigen Boykott hat es keinen Zweck.
Igor
Solange die Leute lieber billig einkaufen und das gesparte Geld dann über hohe Steuern zur Harz IV Finanzierung und zur Beseitigung von Umweltschäden in den Billiglohnländern abgeben anstatt den Betrag gleich für ein teuereres Produkt Made in Germany hinzulegen, wird es weiterhin solche Fälle wie Nokia geben …
Es gibt eben nicht nur “Subventionsheuschrecken” (Originalton Rüttgers, NRW) sondern auch riesige Heuschreckenschwärme mit ausgeprägter “Geiz ist geil”-Mentalität…
Das wären dann die Supermarktheuschrecken. Wobei ich nicht sicher bin, ob Nokiahandys jetzt in erster Linie Schnäppchen sind.
Wart nur ab, wenn die erst mal aus Rumänien kommen…