In China laufen die Olympia-Vorbereitungen auf Hochtouren, im Moment ist man hauptsächlich damit beschäftigt, alle landeseigenen Olympia-Gegner in Gefängnisse und Arbeitslager zu stecken. Für die hat der Staat beschlossen: Nicht-dabei-sein ist alles! Eingebuchtet werden sie unter dem Vorwurf der „Anstiftung zum Umsturz der Staatsgewalt”, die wohl allein darin besteht, drauf hinzuweisen, dass der Staat fette Stadien baut, während ein Großteil der Bevölkerung recht- und mittellos dahinvegetiert. Olympia als große PR-Veranstaltung war ja schon immer reizvoll für jede Art von Führer.
Wie verhält man sich da eigentlich als Sportler? Gibt es kreative Protestformen? Sollte man als Hammerwerfer dem Hammer noch demonstrativ eine Sichel hinterher schmeißen? Sollten die Stabhochspringer auf dem Siegerpodest ihre Sportgeräte wie Gitterstäbe halten? Die Läufer beim Marathon einen Abstecher über den Platz des Himmlischen Friedens machen? Oder einfach irgend einem Funktionär die olympischen Ringe in einem günstigen Moment als Fußfesseln anlegen? Schalten sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt: Die Welt zu Gast beim Politbüro!




Mann könnte auch einen neuen Volkslauf einführen: die ersten 2 Milliarden Chinesen, die über die Staatsgrenze kommen, erhalten politisches Asyl. Die Frage ist nur wo?
Guten Abend allerseits(H.Faßbender)! Dem ganzen Olympiagedöns könnte man den Hahn einfach zudrehen, indem man die weltumspannende Leistungsschau der führenden Pharmaunternehmen immer am selben Ort stattfinden lassen würde(Athen, Paris(bin aber kein Parisseher-wäre auch gespannt auf die Kampfrichterurteile im Amateurboxen-Urteil des Paris).Die CO2-Bilanz würde stimmen und es gebe(gäbe) keine aufwendigen Bewerbungsverfahren mehr, kein OKOB(Oberkommandoolympiabewerbung).By the way: Wer braucht noch reale Sportwettkämpfe; die Olympiade könnte doch virtuell durchgeführt werden ohne Gefahr von Menschenrechts-und Sportverletzungen denn der Sport(Zum Beispiel Gewichtheben und Kugelstoßen der Frauen) verletzt manchmal die Menschenwürde des Zuschauers.
Ich sag Euch, was passieren wird, Gerhard und Frank: Wir werden vor dem Fernseher sitzten, mit nem schönen Bier und Chips, werden den Sportlern beim Schwitzen zuschauen und dabei total kritisch die Menschenrechte im Auge behalten…
Weltklasse! Einen Sichel hinterherwerfen – ich schmeiß mich weg!
Aber das ist schon eine ziemlich ernste Thematik. Bei uns wird ja auch viel Steuergeld verplempert, allerdings in anderen Dimensionen – zum Beispiel für die NPD. Ist aber ein Unterschied zu Olympia. Welcher lupenreiner Demokrat würde behaupten, das bei der NPD dabeisein alles ist?