Von Hillary lernen, heißt Siegen lernen. Hätte Angela Merkel im letzten Bundestagswahlkampf Gefühle gezeigt, wäre ihr die große Koalition erspart geblieben. Es wäre so einfach gewesen: Sie hätte nur auf irgendeiner kleinen Veranstaltung, vielleicht beim Kaffee mit den Landfrauen, tränenerstickt etwas sagen müssen wie: „Es ist nicht leicht. Das Land hat mir so viele Chancen gegeben, und ich will nicht, dass wir zurückfallen. Das ist sehr persönlich, es ist nicht nur politisch“. Schnüff.
Und schon wäre sie geboren gewesen, die Kanzlerin der Herzen und hätte wie ursprünglich geplant hart und neoliberal durchgreifen können, ohne das ganze Sozialgedöns, aber eben mit der Träne im Knopfloch. Oder jetzt, wo sie mit Koch wahlkämpft, wie schmuck wäre da ein salzwasser-umflortes: „Das ist sehr persönlich, es ist nicht nur populistisch“!
Wenn es ihr gelingt, beim sozialverträglichen Um-die-Wette-Heulen im entscheidenden Moment den Beck auszustechen, dann wird sie Kanzlerin auf Lebzeit, auf dass der Kohl vor Neid platzt. Natürlich ist Beck kein Obama, auch wenn er versucht, das, was ihm an Charisma fehlt, durch einen erhöhten Schunkelfaktor auszugleichen. Gerüchteweise hat ihre Stylingberaterin jetzt immer rohe Zwiebeln und Glycerin dabei, falls der Moment mal passt – Wasser marsch!
Frau Clinton ist mir übrigens unheimlich. Auf den Bildern ihres Triumphes in New Hampshire hat sie beim Jubeln so einen stechenden Blick und so was hysterisch Gestelztes, als wäre sie irgend ein Viech aus der Muppet-Show. Normal ist das auch nicht.




Wer ist schon normal, wenn er um den höchsten Rang in der amerikanischen Politik (schlamm)kämpft.
Und wer es dann noch schafft, glaubhafte Gefühle zu präsentieren, hat sicher gute Karten in der Hand, in denen sich jetzt ein brauchbarer Yoker für den Wahlkampf gemischt hat
.
Die in verlogener Rationalität versunkenen Wahlkampfwelt, die nur von Coolnis belebt wird, sind Tränen sogar eine Delikatesse für die Herzen der Wähler.
Gut geweint, dann klappt es auch mit dem Wahlerfolg
)
Das alles erinnernt mich irgendwie an Diana…
Das erinnert mich an Schröder, wie er 2005 im TV-Duell fast wegen Doris heulte: „…und das ist nicht zuletzt auch ein Grund, warum ich sie liebe!“. Da ist die Umfragekurve aber nach oben gegangen, meine Herren! 5% gleich bei der nächsten Messung.
Aber wie kann Beck das hinbekommen? Keine Ahnung …
Frau Clinton sieht auf den Bildern aus wie ein Rind das zur Schlachtbank geführt wird.. Die haben dann auch immer die Augen so aufgerissen und einen stechenden Blick. Unheimlich..
Mad cow disease?
@anitz: Volltreffer!