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Der SPD-Parteitag hat Beck bestätigt. Natürlich haben sie den Klavierspieler gewählt, sonst wäre ja auch plötzlich die Musik aus gewesen. Wie bei der „Reise nach Jerusalem“, bei der es ja auch tendenziell immer weniger Sitze gibt, und deshalb jeder versucht, möglichst beweglich zu bleiben.
Helmut Schmidt war es, der den größten Applaus bekommen hat. Und er war der Einzige, der im Saal rauchen durfte. Wenn du neben dem sitzt und einatmest, das gilt nicht als Passivrauchen, das ist eine ur-sozialdemokratische Inhalation, das zahlt wahrscheinlich sogar die Krankenkasse.
Schröder hat die Parteiflügel versöhnt mit dem herrlichen Satz „Das Bessere ist der Feind des Guten“. Den unterschreibt jeder. Auch wenn offen ist, was er bedeuten soll. Der Münte ist der Feind des Beck, oder umgekehrt? Der Satz trifft ja sogar auf die Kanzlerin zu, die ist gut, weil es nichts besseres gibt.
Beck hat fast zwei Stunden rhetorisch geglänzt wie ein Stück Kohle im Keller: „Bei der Jungen Union geht etwas hinten in den Kopf hinein und dann kommt vorne nix heraus“. Ist manchmal auch besser so. Auch schön: „Wir sollten das Gute auch gut nennen, um die Kritik dann auch wirklich empfinden zu können“. Und was ist mit dem Besseren? Nein, das war mal wieder ein Parteitag mit chronisch wenig Schwung. Nur weil einer Klavier spielt und ein anderer Rauch auf die Bühne bläst, ist es noch lange kein Jazzclub, in dem so mitreißend improvisiert wird, dass nach den Soli spontaner Applaus kommt.




Das war ja auch „Business as usual“. Es sollte Ruhe signalisiert werden. Und das ist gelungen. Die SPD hat in der letzten Zeit ja genügend Schlagzeilen geliefert. Nun herscht wieder Ruhe. Un das ist die erste Bürgerpflicht.
Klavierspielen ist ja auch eine ruhige BEschäftigung. Und Ruhe war das, was die SPD gerade gebraucht hat. Nur nicht aufregen.
Ein Festival der Worthülse, was Beck da offensichtlich gebracht hat. Ich mein: „Wir sollten das Gute auch gut nennen, um die Kritik dann auch wirklich empfinden zu können.“ – was soll das heißen? Konsequenterweise müsste man das Schlechte dann auch schlecht nennen dürfen. Aber ich sag mal lieber nix – sonst sieht Beck nämlich schlecht aus!
[...] legt Kurt Beck eine Parteitagsrede hin, die sich mit ausgelutschten Worthülsen wie “Wir sollten das Gute auch gut nennen, um die Kritik dann auch wirklich empfinden zu können.&… oder “Die SPD ist Benchmark für Gerechtigkeit, für Erfolg und für eine friedliche [...]