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Es ist Buchmesse in Frankfurt, die Hotels sind ausgebucht, aber die Bordellbetreiber jammern: „Die Büchermenschen gehen nicht in den Puff“. Mehr los sei da während der internationalen Autoausstellung. Kein Wunder, dort räkeln sich ja auch die leichtbekleideten Hostessen über die Karosserien, bis der Messebesucher hochbrünftig aus den Hallen wankt. Das wollte man sich bei der Buchmesse gar nicht vorstellen: Animierdamen, die rittlings auf der Grass-Gesamtausgabe mehr oder weniger gelangweilt vor sich hin-animieren.
Am glücklichsten sind die Etablissements übrigens mit der Sanitärmesse, da brummt es. Klar, wenn du da ein paar Stunden zwischen den Ständen unterwegs warst, hast du nur noch einen Gedanken: „Ich will jetzt irgendwas tun, wonach man richtig duschen muss!“. Die Bücherwürmer haben es wohl nicht so mit der praktischen Libido, die bevorzugen eine Erotik, bei der man jederzeit ein Lesezeichen reinlegen und morgen weitermachen kann.
Das Geschäft mit den Büchern läuft ja zur Zeit wieder besser, wie man liest. Und gleichzeitig sinken die Geburtenraten. Ich weiß zwar nicht, was das jetzt mit den Puffs zu tun hat, aber vielleicht bräuchten wir einfach mehr Sanitärmessen als Bücherausstellungen. Dann müsste immerhin auch Eva Herman nicht mehr so viel schreiben. Ich bin verwirrt. Was ist eigentlich los, wenn eine Zeitung wie die Süddeutsche anlässlich der Buchmesse den Chef eines Eros-Centers interviewt?




Vielleicht hat die Süddeutsche die MEssen verwechselt. Buchmesse statt Interklo. Ich hoffe, dass ihr soclhe Fehler nicht öfter passieren.
Und ich habe vermutet, die Sanitärmesse-Heinis denken: „Und jetzt erstmal ‘n Rohr verlegen.“
Und was los ist? Wann kann der SZ-Redakteur schon mal Puff-Spesen abrechnen?
Demnächst fragen sie wahrscheinlich die Klemptner, ob während der Buchmesse besonders viele Rohre verstopfen…