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Kurt Beck war für 100 Minuten auf der Documenta in Kassel, hat zeitgenössische Kunst bestaunt und sich dabei fotografieren lassen. Auf die Frage, was ihn am meisten beeindruckt habe, war seine Antwort: „Je länger man durchgeht, desto mehr Eindrücke sind es, die man mitnimmt“. Typisch Documenta, das gibt’s nur dort. Und natürlich auf dem Jahrmarkt, im Puff, im Krieg, im Watt und sogar in Bielefeld.
Dem einen oder anderen Beobachter kam es vor, als würde Beck in diesem Umfeld selbst zu einem bestaunenswerten Gesamtkunstwerk, irgendwas zischen Barock, Biedermeier und Dada. Und ja: Gerade in seiner anrührenden Unbeholfenheit, den bewusst einfach gehaltenen Strukturen, die sich vorm lebendig-grell-gezeichneten Berliner Hintergrund gut absetzen, gemahnt uns der voluminös und mit palatinem Pinselstrich auf die bundesdeutsche Leinwand geworfene Bajazzo Kurt an die immanente Aussichtslosigkeit sozialdemokratischen Strebens der Gegenwart. Vielleicht hätten sie ihn gleich da behalten sollen.




Sehr überzeugende Kunstbetrachtung! Vielleicht sollte man den Beck – mal ganz praktisch gedacht – einfach als Exponat an Museen weltweit vermieten. Da wäre der Mann beschäftigt und uns aus den Füßen…
Als was soll er den da stehen? Als Promo für die guude Pälzer Kadoffel?
Komme grad von der documenta: Da stehen die Werke so dicht, da passt der nicht mehr dazwischen…
@petite: man könnte ihn auch versteigern!
@gerdi: oder als Polit-Kartoffeldruck
@klucke: Das geht der SPD auch so, die wissen nicht genau, wo sie ihn jetzt hintun sollen