Vielleicht hätte man jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt?
Juli 23, 2007 von hormuthsfrederic
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Das Pentagon hat zum Irak-Krieg eine Studie anfertigen lassen und dafür auch Marketing-Fachleute befragt. Dabei sind spektakuläre Tipps heraus gekommen wie: „Kennen sie ihr Zielpublikum, so dass sie seine Bedürfnisse befriedigen können!“. Das Wort Zielpublikum ist grade im Zusammenhang mit Militär natürlich pikant. Das ursprüngliche Zielpublikum hieß Saddam und ist mittlerweile in die Bedürfnislosigkeit überführt.
Außerdem rät die Studie grundlegend: „Die Vereinigten Staaten sollten nichts versprechen, was sie nicht halten können“. Also auch keine Demokratie, oder was? Werbe-Strategien in der Kriegsführung – das ist angewandter Zynismus. Glaubt irgend jemand, mit einem vernünftigen Slogan wie „Die Freiheit nehm´ ich mir!“ wäre der Irak schon längst befriedet?
Es ist ja auch immer die Frage, mit welchen Persönlichkeiten man sein Produkt bewirbt, es empfehlen sich Sympathieträger wie Herr Kaiser oder Clementine. Die Firma Hipp hätte doch nie auch nur ein einziges Gläschen Babybrei verkauft, wenn der Herr Hipp in den Werbespots ein bibelfest Salzbrezel-schlingender Ex-Alkoholiker mit Deppengrinsen gewesen wäre! Eben.




Vielleicht hääte man einen Sympatieträger suchen müssen. Klein, schwarze Ohren, lange Nase: Mickey Mouse. Oder Blonde Haare, Schnurrbart, lange Nase. Der wäre falsch, das wäre nämlich Asterix. Und der beteiligt sich nicht am Irak-Krieg.
PR ist alles. Bei der Kirche hat das ja auch ganz gut zur Imagestärkung funktioniert – trotz Kreuzzügen, Hexenverbrennungen und diversen anderen Gebotsbrüchen, oder?