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Das BKA ist traurig. Nach vier Monaten Testlauf am Mainzer Hauptbahnhof gilt das Experiment zur automatischen Personenerkennung als gescheitert. Der Versuchsaufbau war einfach: 6 Kameras versuchten täglich unter 23.000 Reisenden die 200 Freiwilligen zu erkennen, die ihre Portraits vorher hatten speichern lassen. Im Schnitt haben sie 60 identifiziert. Jetzt könnte man sagen: „Na, das ist doch mal ein Anfang!“. Albern wird es aber, wenn man erfährt, dass das System keinen mehr erkannte, sobald er eine Sonnenbrille, einen Schal oder eine Kapuze an hatte. Und diese sagenhafte Erkenntnis hat jetzt also schlappe 210.000 Euro gekostet!
Das hätte ich denen auch vorher sagen können, aber mich fragt ja keiner. Ach, und bevor ihr weitertestet: Nein, Terroristen winken selten gut rasiert und hell ausgeleuchtet in die Kamera, der heilige Krieg ist keine Castingshow. Übrigens: Diese überwältigende Erfolgsquote kam auch nur zustande, weil das System 0,1% Fehler machen durfte, das heißt: Täglich hätte man im Ernstfall 23 Unschuldige zu Gefährdern erklärt und beim Schäuble präventiv ins Verlies geworfen.
Das Innenministerium arbeitet jetzt wahrscheinlich an zwei Strategien: Einerseits werden Terroristen angehalten, sich eine möglichst markante Physiognomie zuzulegen, Herrschaften, da wird die Hakennase zu Pflichtveranstaltung! Andererseits gilt die Herstellung von Schals, Sonnenbrillen und Kapuzen künftig als Landesverrat. Ja, so könnte es gehen.




Wird auch Zeit, schließlich gibts ja das Versammlungsgesetz , § 17a, Abs. 2:
2) Es ist auch verboten,
1.
an derartigen Veranstaltungen in einer Aufmachung, die geeignet und den Umständen nach darauf gerichtet ist, die Feststellung der Identität zu verhindern, teilzunehmen oder den Weg zu derartigen Veranstaltungen in einer solchen Aufmachung zurückzulegen.
2.
bei derartigen Veranstaltungen oder auf dem Weg dorthin Gegenstände mit sich zu führen, die geeignet und den Umständen nach dazu bestimmt sind, die Feststellung der Identität zu verhindern.
Da muss zwangsläufig auch die Herstellung von dem Zeug verfolgt werden. Dass Schäuble noch nicht darauf gekommen ist….
In Mainz lassen Terroristen sicch eigentlich leicht erkennen. Sie tragen große Mützen mit Schellen dran. Dazu grellbunte Uniformen. Außerdem schreien sie den ganzen Tag Hellau.
Diese Terroristen lassen sich ohne jede technische Einrichtung erkennen. Wer eine Fernüberwachung braucht, schaltet den heimischen Fernseher ein.
na sowas, da hat der hersteller wohl gesagt “nee wirklich, das können wir einfach nicht abschätzen, ob das funktionieren kann”, und dann haben die homunculi sich wohl gedacht, ja meine fresse, dann müssen wir das wohl ausprobieren. Im Dienste der Sicherheit Deutschlands!!!!!! Videokamerasysteme werden verdammt dringend gebraucht fuck.