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Ja, ich gebe zu, ich tu es! Es ist ein geiles Gefühl. Um es völlig genießen zu können, schaltet man den Kopf aus und der Sack übernimmt das Denken. Lustvoll sucht man den gewissen Punkt, hier und da wird es etwas klebrig – und am Ende fühlt man sich einfach gut. Ich rede vom Mülltrennen, vom gelben Sack und dem grünen Punkt.
Ich tue es für die Umwelt, während mein Hirn bohrend Fragen stellt wie: „Sag mal, dieser Eierkarton, das ist doch Pappe, wieso ist da ein grüner Punkt drauf, muss der nicht eigentlich in den Papiermüll? Erklär mir das! Hallo? Erklären! Neiiiiiiin – du hast es schon wieder getan…!“. Abfallexperten sagen, dass bis zu 50% in der falschen Tonne landen. Klar, blöde Idee, ein Volk zu Mülltrennern zu machen, das beim Pisa-Test kläglich versagt hat.
Es gibt angeblich Untersuchungen, die gezeigt haben, dass im Restmüll mehr Verpackungen mit grünem Punkt landen, als in gelbem Sack oder gelber Tonne. Was tun? Die Bundesbürger weiter doof vor sich hinsortieren lassen und dann einfach die andere Tonne zum Recycling verwenden? Angeblich können heute Automaten den Müll schon effektiver trennen als Bürger. Nur im Wegwerfen, da sind wir noch ungeschlagen.
Man braucht sich gar nicht mehr zu wundern, was los ist im Land: Wenns schon beim Mülltrennen nicht klappt, wie soll es dann beim Wählen erst sein? Ich würde ihn vermissen, den grünen Punkt. Er gibt mir doch wenigstens das Gefühl, noch irgendwas selbst in der Hand zu haben.




manche leute tun sich doch so schon schwer genug mit dem trennen. und wenn die dann – im trennungsstress übrwältigt von emotionen – auch noch nach „sack oder nicht-sack“ entscheiden müssen, au-weija…
ich persönlich mag ja auch ganz gern private komposthaufen, wo man immer schön nachvollziehen kann, was der eigene dreck grad so macht!
hihi, vor allem der müll mit dem gelben punkt, der macht aufm kompost nicht wirklich viel, aber dafür lange – ideal nachvollziehbar!
oh jaaa… und jetzt noch ein schmutziges geheimnis von mir… so richtig anregend finde ich den anblick von fremdem müll; außerhalb jeglicher tonne, pur, auf der strasse, vielleicht so in unmittelbarer nähe zum schlafzimmerfenster… von der wegwerf-gesellschaft verstoßene klobrillen in gelben säcken, ganz so, als hätte christo selbst sich ihrer seelenlosen körper angenommen. seufz…
ja, daran dachte ich auch…
Ich glaube, der Gelbe Punkt wurde für uns erfunden, damit wir beschäftigt sind – und nicht auf dumme Gedanken kommen. Vielleicht.
Das einzige, was ich auf den Punkt trenne sind Sätze. Da liegt diese Trennung im System. Die gelben sind ideale Gefrierbeutel. Die Mülltrennerei halte ich für Beschäftigungstherapie. Wie viele Arbeitslose hätte wir ohne das DSD? 10 Millionen?
[...] Sachen zur aktuellen Themen rein. Lese ich immer! Beispiele? Gerade von heute ist der Eintrag Auf den Punkt getrennt über die Krise im dualen System. Außerdem kann ich die in meinen Betrachtungen bereits verlinkten [...]
Komisch nur, dass sich in meinem Haushalt bevorzugt die Hausfrau (also ich) mit dem Sack beschäftigen muss. Und ja, jedes Mal, j e d e s Mal, klebt die Pampe aus den Katzenfutter-Tütchen an MEINEN Pfoten. Wird nur noch getoppt von 3 Tage alten Schafskäse-Verpackungen, in die 3-5 Finger genüsslich eintauchen, wenn man den Inhalt des gelben Sacks zu komprimieren versucht. Widerlich!
Ich fordere: Nur Mut, Männer! Ran an den Sack!
Wir sind ein 5-Personen-Haushalt und trennen unseren Müll auch recht sorgfältig. Finde das eigentlich auch gut und wenn es irgendwas bringt, dann sollte man es beibehalten.
Gegen das beschmieren von und rumkleben auf Händen und Fingern, hab ich einen guten Tipp: Einfach Arbeitshandschuhe anziehen beim Trennen, mach ich IMMER ^^
@konna: schöne Idee das mit den Handschuhen… aber: wenn Katzen Hunger haben, dann ist das IMMER ein Notfall, da kann’s nicht warten, bis Frauchen die Handschuhe übergezogen hat. (Füttern und schnell weg mit dem Tütchen. Zack, Hände deckig. Seufz. Schnurr.)
@Dosenöffner-Diva: Naja, es ging ja auch um die Mülltrennung
Hatte aber auch mal einen Kater (also das Tier), der war immer ganz gierig auf sein Fressen. Wir haben ihm einfach immer diese Portionen gekauft, die man einfach nur wie aus ner Form kippen muss, da ging das mit dem Beschmieren der Finger. oder einfach immer ein Kleenex dabei haben, irgendwie kann man sich schon helfen.