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Wie es halt so ist in lupenreinen Demokratien: Es herrscht Pressefreiheit, aber eben nicht für jeden. TAZ-Redakteur Felix Lee hat mehrfach in Reportagen über die Globalisierungsgegner berichtet, dabei aber offensichtlich vergessen, sich hinreichend vor Ekel und Abscheu zu winden. Er hat niiiiicht: Zu Gewalt und Randale aufgerufen. Trotzdem hat das Bundespressamt ihm jetzt die Akkreditierung zum Pressecenter des G8-Gipfels „auf Empfehlung des Bundeskriminalamts“ nicht erteilt.
Das heißt: Zur Zeit entscheidet das BKA, was Journalismus ist und was nicht. Wahrscheinlich schnuppern sie erst an der jeweiligen Zeitung und dann an den kürzlich genommen Geruchsproben. So lange, bis beides ähnlich müffelt. Und dann streichen sie alle von der Berichterstatter-Liste, die sie eh nicht riechen können. Also, wenn ich Kanzlerin wäre, würd ich in den nächsten Tagen lieber nicht den Putin anrufen, um ihn in Demokratie abzufragen.





Ich dachte, diese Zeiten hätten wir in Deutschland spätestens seit 1990 überwunden. Jesdesmal, wenn ich in der Zeitung über den G8-Gipfel lese, frage ich mich, wie demokratisch Deutschland wirklich ist.
G8: Eine Zensur findet statt
Das Bundespresseamt, zuständig für die Akkredition von Journalisten beim G8-Gipfel, hat mehreren Journalisten den Zugang zum Gipfel verweigert.
Dies geschah zunächst ohne Angabe von Gründen. Mittlerweile wurden zwar keine ernstzunehmenden Begründunge…
Wie auf Spiegel online zu lesen ist, darf Felix Lee nun doch in Heiligendamm seiner Arbeit nachgehen:
Bundespresseamt und BafV hätten sich geeinigt, ihn zu akkreditieren. Die “taz” hatte sich vorbehalten, im Falle einer Nicht-Akkreditierung bis heute Mittag eine einstweilige Verfügung zu erwirken.