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Wer doof ist, wird zum Ersatzteillager. Der Nationale Ethikrat will „die Zahl der Organspenden in Deutschland erhöhen“. Dabei geht er ausgesprochen kreativ vor. Er plant eine große Aufklärungskampagne, an deren Ende jeder Bürger sich entscheiden soll, ob er Spender werden will, oder nicht. Wer sich nicht zum Thema äußert (weil er nicht drüber nachdenken wollte, nix kapiert hat oder einfach doof ist) gilt automatisch als Organspender. Das ist also nicht direkt eine Auszeichnung. Die Angehörigen dürfen natürlich widersprechen. Aber du weißt ja, wie sie sein können, die Angehörigen. Ethikrat-Mitglied Jochen Taupitz: „Wir halten die Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts in diesem Fall für vertretbar. Schließlich steht ihr die Rettung von Menschenleben gegenüber“. Na das ist ja mal ein Ansatz. Nach „Du bist Deutschland“ und „Wir sind Papst“ jetzt „Du bist Organspender“?
Es heißt, zurzeit sterben in Deutschland jährlich 1000 Menschen, weil es nicht genügend Spenderorgane gibt. Also ist es keine Frage, dass fürs Spenden geworben werden muss. Aber es kann doch nicht sein, dass der mehr so ganzheitlich beigesetzt werden wollende Organ-Verweigerer sein Veto erst irgendwo hinterlegen muss. Wo es auch nicht wegkommt. Nicht jeder hat die Zeit, den Nerv und den Mut, sich das „Nein“ sicherheitshalber direkt auf die Niere tätowieren zu lassen. Nur um nicht zwangsverfreiwilligt zu werden. Für die wirklich Freiwilligen gilt weiterhin dieser empfehlenswerte Link.




Tja, da führt jemand den Begriff Ethik im Namen und hält es für ethisch, den Menschen zu bevormunden und ihn zu einer Entscheidung zu zwingen, auch wenn er eine Entscheidung nicht treffen will,
Wenn Ethik bedeutet, die Menschenrechte zu beschneiden, dann möchte ich lieber nicht ethisch handeln.
Ja, das war genau der Knackpunkt, der mich heute hat stutzen lassen. Wirklich Werbung für Organspende macht die Kommission damit irgendwie nicht. Wenn man das zusammen mit Schäubles Datensammlerei betrachtet, kommt man sich immer mehr vor wie „Rohmaterial“, das einer Verwertung zugeführt werden soll. Seltsam.
Ethik- die Theorie der Moral. Nuhja, moralisch handelt eh keiner, von daher machen die ja da nix falsch, nich wahr..
Wahrscheinlich würde es schon reichen, in Deutschlands Krankenhäusern eine Werbekampagne zu starten. Denn wenn irgendwo über den Tod und Organspende nachgedacht wird, dann doch wohl dort.
Ich muss grad an eine Szene aus Dr. House denken, wo er am Bein operiert werden soll, aber verhindern will, dass sie im Falle von Komplikationen amputieren. Also schreibt er auf sein linkes Bein „Not this one!“ und auf sein rechtes „Not this one either!“