Fröhlich denkt faltenlos
April 21, 2007 von hormuthsfrederic
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Susanne Fröhlich hat mal wieder ein Buch geschrieben. Es geht um Falten. Und wie man sie weg machen lassen kann. Wenn man in diesem Text-Auszug nur ganz wenige Wörter verändert, geht es plötzlich um wesentlich grundsätzlichere Probleme.
„Heute: Mein Kampf gegen die Dummheit – die lustige Hirnzellen-Beichte! […] Der Arzt ist der Bruder einer meiner Freundinnen. Macht ihn mir sofort sympathisch. Insgeheim hatte ich die Hoffnung, er würde zu mir sagen: ´Warum wollen sie denn Hirnzellen, da ist doch gar nichts zu tun bei ihnen!´ Aber nichts da. Kein Widerspruch. Er scheint den Bedarf zu sehen. Betäubung gibt´s keine. Er kühlt die Stelle und zieht die Spritze auf. Jetzt bin ich doch etwas angespannt. […] Wirklich weh tut die Spritze nicht. Ungefähr wie ein kleiner Mückenstich. […] Danach gibt es Eisbeutel, um möglichen Blutergüssen an den Injektionsstellen vorzubeugen. Und jede Menge Verhaltensregeln. Keine Sauna, keine Sonne, kein Solarium direkt nach der Behandlung. Auch schwere, körperliche Arbeit und Sport sollte man auf die nächsten Tage verschieben. Verzicht auf Sport und schwere körperliche Arbeit – eine für mich sehr erträgliche Maßnahme. […] Ich merke nichts. Keine Lähmung, keine Schmerzen. Alles wie immer. Beim Shopping stiere ich in jede Schaufensterscheibe. Warte auf die Verwandlung. Es passiert nichts. Ich gucke und gucke, aber mein Gesicht sieht aus wie immer. […] Am sechsten Tag kann ich die Stirn nicht mehr runzeln. […] Dafür sieht es mit meiner Dummheit besser aus. Sie ist nicht verschwunden, aber auch nicht mehr so tief. […] Wer merkt es? Niemand. Weder mein Mann noch meine Mutter noch meine Tochter. Niemand in meinem direkten Umfeld. Doch immerhin, zwei Kolleginnen beäugen mich gründlich.“




“Ich wünschte mein Gesicht wäre noch so glatt wie mein Arsch!” - “Na, da haste Deinen Arsch wohl schon länger nicht mehr gesehn!”
Zusammenhang? Keene Ahnung. Vielleicht der: Erkenntnis ist schmerzhaft. Oder so.
Was wären wir ohne so mutige Frauen wie Frau Fröhlich? Was die alles im Dienste der Forschung auf sich nimmt, das ist… hm, ich möchte sagen: FETT! Man denke doch nur mal ans Moppel-Ich. Da hatte es sich doch auch flott wieder fertiggeschlankt.
schön geschrieben
@barbara: war ja gar nicht viel selbstgeschriebenes dran
@honigjunge: zitat erkannt, aus “sommer auf dem balkon”, oder?
@nic: ist wahrscheinlich bloß der mut der verzweiflung
klasse *kicher*
Zu Nic: Ich esse zwar recht gerne Fleisch, bin aber gegen Tierversuche. Der Selbstversuch von Frau Fröhlich ist aber vielleicht eine Verzweiflungstat, wer weiß. Da sie aber, so weit ich weis, mit einem Pfarrer verheiratet ist, wüsste ich noch eine andere Therapie. Aber wie haben BAP schon 1982 gesungen: ” wenn et bedde sich lohne däät”. Auf deutsch: Lohnt sich die beterei überhaupt?