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Archive for 22. März 2007

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Harry Potter ist Teufelszeug. Och nö, nicht schon wieder! In einem Chemnitzer Gymnasium sollten anhand des Zauberlehrlings Fünftklässler lernen, wie Märchen und andere fiktive Geschichten aufgebaut sind. Die sollten also nicht Zaubern lernen, sondern Lesen. Daraufhin haben sich zwei Elternpaare beschwert (klar, die kommen immer zu zweit… ), die „Darstellung von Geistern stehe im Widerspruch zur religiösen Erziehung“ ihrer Kinder.

Jetzt wird im Unterricht „Rennschwein Rudi Rüssel“ gelesen. Solange, bis die heiligen Elternpaare rausfinden, dass in dem Buch die Erde gar keine Scheibe ist. Wenn die Fundamental-Christen den Lehrplan bestimmen, wird bald gar nix mehr gelesen außer Peter Hahne (haha, da war er wieder!). Goethes Faust? Hexen und vorehelicher Sex! Hamlet? Geisternde Väter und ausgegrabene Totenschädel! Die Räuber? Räuber! Und überfallene Nonnenklöster!

Wer schützt eigentlich Kinder vor Eltern, die mit der Welt nicht zurechtkommen? Das erinnert mich an die Deppen, die vor ein paar Jahren befürchtet haben, dass Harry Potter schwul macht. Begründung: Er ist nicht „normal“, ist im Schrank aufgewachsen, bis er sein Coming-Out hatte, keiner seiner Lehrer hat eine Frau und er spielt am liebsten mit diesen Zauberstäben rum, die sogar Leben erzeugen können. Das sind dieselben Leute, die Ernie und Bert ihre gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft vorwerfen. Wenn die anfangen, Einfluss auf den Lehrplan zu nehmen, sollte das Bildungsministerium im Gegenzug die Bibel umschreiben.

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