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Mensch, jetzt bin ich aber beruhigt. Es gibt eine Mikrobe, die in Atommüll überlebt. Das arme Viech heißt „Deinococcus radiadurans“, wer da jetzt nur „Radio“ und „Duran-Duran“ versteht, liegt völlig daneben, aber hat ne Menge Spaß. Angeblich frisst diese Strahlemann-Mikrobe sogar Atommüll. Dekadent! Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Hoffen wir, dass dieses Duran-Duran-Teil nicht in die Beschaffungskriminalität abrutscht.
Die Forscher, die sich damit beschäftigen, sind offensichtlich auch oft der Strahlung ausgesetzt. Wie kämen sie sonst auf die Idee, diese anscheinend schmerzbefreiten Mikrobendinger als Datenspeicher einzusetzen? Angeblich haben sie den Text des Kinderliedes „It´s a Small World“ (witzisch!) in genetischen Code übersetzt und die entsprechende DNA-Sequenz in den Mikroorganismus eingeschleust. Und jetzt der Hammer: Noch nach hundert Bakteriengenerationen ließen sich die Strophen wieder unverändert aus dem Genmaterial auslesen.
Also noch mal zusammengefasst: Da draußen gibt es Leute, die Kinderliedertexte in Mikroben speichern, welche sich von Atommüll ernähren. Mami, ich hab Angst! Ich hatte schon öfters das Gefühl, dass mir mein Körper irgendwas sagen will. Grade morgens, wenn es mal wieder später geworden war. Kann doch sein, dass mir irgendwelche witzischen Forscher testweise irgend ein Buch in die Gene eingespeichert haben. Z.B. „Schluss mit lustig“ von Peter Hahne. Hölle!




