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Wir sind Oscar! Und das sogar mit einem Film, in dem keine Nazis vorkommen. Dafür Stasis. Aber es ist ein Anfang. Graue Abhörmenschen bürokrateln sich durch graue DDR-Straßen – das sieht der Ami gern, das ist so glamourbefreit und muffig, dagegen ist Guantanamo eine Broadway-Revue. Mal ganz unsachlich dahingedacht.
Der neuste Abhör-Skandal in Deutschland hat sich ja jetzt auch als ausgesprochen triste Angelegenheit erwiesen. Erinnert sich noch jemand an den Linkspartei-Abgeordneten, in dessen Büro man vor ein paar Wochen Mikrofone gefunden hat? Was heißt Mikrofone, das waren irgendwelche Dinger auf dem technischen Niveau von Yps-Gimmicks. Die hingen da von der Lampe und waren Reportern beim Interview aufgefallen („Moment, wir haben da ein Mikro im Bild! Ähm, nein, keins von unseren!“). Der Schreck war groß: Mensch, haben die Geheimdienste ihre Ausrüstung jetzt schon von Rudis-Reste-Rampe?
Inzwischen ist das Rätsel gelöst: Vorher hatten in dem Büro zwei SPD-Mitarbeiter gehaust, die jetzt Papa Thierse gebeichtet haben, sie hätten sich zum Spaß zwei alte Computer-Mikros an die Lampe gepappt, als wihitziges „Abhörszenario“. Spasssich! Die müssen aber auch an chronischer Bedeutungslosigkeit gelitten haben, die beiden. Und bei der Büroübernahme haben weder SPD noch Linkspartei jemals ordentlich durchgewischt, die Dinger wurden glatt übersehen und vergessen. Das war also kein Abhörskandal, sondern ein Putzskandal. Wer weiß, vielleicht findet sich demnächst in einem Abgeordnetenbüro ein verwaistes Konfetti. Großes Kino!




Es geht vorran. WIR sind Papst! WIR sind Oscarpreisträger. Putzen ist da doch nur pillepalle Zeugs.
Ja, Deutschland ist Oscar. Und das zum dritten Mal in nicht ganz 80 Jahren. Wie rühmlich.
Das macht einen Oscar alle 26 Jahre, juhu, 2033 isses wieder soweit.
Na, da sind wir doch wacker mit dabei, oder, Frederic?
2033 kriegen wir dann unseren Oskar für einen Film über die RAF? Oder was passt noch so in die Reihe Nazis – Stasi? Murat Kurnaz’ Biografie?