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Frauen, die ihre Babys frühzeitig in Betreuungseinrichtungen abgeben müssen, werden zu „Gebärmaschinen“ degradiert, hat der Augsburger Bischof Mixa gesagt. Stimmt, und zwar von ihm. Aus welcher dunklen Ecke seines Wortschatzes hat er bloß diesen Hammerbegriff ausgegraben? Aus der „Alles-Schlampen-ausser-Mutti“-Schublade? Alles „von der Leyens“ außer Mutter Maria?
Und Kardinal Meisner springt ihm prompt zur Seite und meint: „Um des Heils unseres Volkes willen ist es wichtig, diese Sprache zu verwenden.“ Heil? Volk? Gebärmaschinen? Heiliges Mutterkreuz noch mal!!! Und jetzt, liebe Freunde der argumentativen Verwahrlosung, kommt Meisners Killerargument gegen die staatliche Kinderbetreuung: Die Krippe sei im Neuen Testament doch als Provisorium gedacht gewesen, erst die Neuzeit habe sie zur permanenten Einrichtung gemacht. Der Polemiker (wer, ich?) würde jetzt sagen: Klar, und an diesen beiden frauenverstehenden Oberhirten sieht man, dass auch Esel und Ochse noch immer Dauer-Zaungast sind, wenn es irgendwo um Krippen geht. Wenn die bleiben, darf die Krippe auch bleiben.
Sein wir mal als kleine Entspannungsübung kurzzeitig fair: Recht haben die beiden Herren natürlich mit der Aussage, es ginge darum, familiengerechte Arbeitsplätze statt arbeitsgerechter Familien zu fördern. Point taken. Fairmodus aus und weiter. Eine menschengerechte Sprache wäre aber doch grade für spirituelle Leithammel mal das Erste.




Es ist ja noch nicht lange her, dass die Frauen nnr dann vom Herd abgekettet wurden, wenn sie in die Kirche gehen sollten. Es gibt leider immer noch Leute, die nicht realisiert haben, dass diese Zeiten vorbei sind. Die heilige Johanna der Familienpolitik wird noch viel Arbeit haben, ihren Leuten diese Veränderung zu erklären.
Vieleicht so: “ Also Herr Mixa, das mit Jesus, Maria und Josef ist 2000 Jahre her. Aber wenn Sie an Maria Magdalena denken, die eine gute Freundin von Jesus war haben Sie schon damals ein Beispiel, das Frauen arbeiten mussten. Und was denken Sie, wie Froh die über einen Krippenplatz gewesen wäre“.
Leider ist es ja heute so, dass in vielen Familien gar nichs anderes übrig bleibt, als dass die Frau und Mutter zum Familieneinkommen beiträgt. Warum allerdings die Repräsentanten der katholischen Kirche da mitreden bleibt mir ein Rätsel – haben die doch gar keine Ahnung von der Familie weil sie selbst ein Familienleben nur aus ihrer lange vergangenen Kindheit kennen und im behüteten und weltfremden Schoss ihrer eigenen konservativen “Familie” leben.
„Neues vom Mixa“ -> Schönes Wortspiel zu Bastian Pastewkas „Neues vom Wixxer“, oder?
Natürlich will man damit Herrn Mixa nicht automatisch unterstellen, dass er ein Wi… äh. Nein. Das will man nicht.
Hallo Ihr 3 ! Tolle Kommentare, das macht Spaß! Gruß, Frederic
schön, wenn auch deftig find ich den Vergleich mit dem kastrierten Kater vom Beck, das hat sich gewaschen und gekämmt
)
Wassn hier los? Da jeht’s um uns armearme Gebärdingens und dann sind die Frauen hier totaaal unterrepräsentiert, tsassss.

Na da wirds ja Zeit für Neues von d’ Hexa. *g*
Habsch etwa ‘ne neue Verordnung verpasst, welchige die Gebärm… öh, Mütter zur Abgabe ihres – igitt! – für Volkes Heil und Rente geworfenen Nachwuchses in die böhseböhse Betreuungseinrichtung nötigt? Huch, mal den Mixa fragen? Dabei hab ich immer gedacht, des derf man sich immer noch selber aussuchen. „Mütter aller (Bundes)länder vereinigt euch – gegen die Zwangseinweisung eurer Babies!“ Oder?
Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich gehöre ja zu denen, die so gar nix gegen derlei Einrichtungen haben und sie sogar recht segensreich finden. Und irgendwie – jawoll meine Herrn – ist mir sogar in der hiesigen Diskussion so ein leichter Unterton drin. Haben wir jetzt gelernt, dass Frauen arbeiten m ü s s e n und Männer –
d ü r f e n… w o l l e n ? Habt Ihr keine Frauen? ;o) Vielleicht w o l l e n die ja auch. Nicht jede ist zur HausfrauundMutter geboren – und erzieht dabei trotzdem ihre Kinder zu gelungenen Menschlein, auf die sie stolz sein kann. Sagt eine, die weiß, wovon sie spricht. Und damit üüüberhaupt nix gegen die Managerinnen ihrer ‘kleinen Familienunternehmen’ gesagt haben will, wenn die d a m i t glücklich sind…
P.S.
@Frederic: Hab dich am Freitag beim Otti gesehn – Applaus, Applaus.
Hallo Hex! Dank und Gruß!
Du hast völlig Recht, die Diskussion müsste eigentlich so laufen, dass die Begriffe Mutter und Vater keine Rolle spielen, sondern es um Eltern geht.
Genau, Frauen müssen arbeiten und Männer dürfen überlegen, ob sie lieber zu Hause bleiben und sich dort ein Bier bringen lassen wollen…